Photo series two: "Dream Tripper"

Heute zeige ich Euch meine zweite Foto-Serie: “Dream Tripper”

Die Bilder zu dieser Serie basieren auf dem Song “Day Tripper” von “The Beatles”.

Vorgeschichte
Zusammen mit sechs anderen internationalen Studenten flog ich am 1. Dezember 2010 nach Dublin. Geplant war ein eintägiger City-Trip. Aufgrund von heftigen Schneefällen – eine ältere Dame erzählte mir, dass es seit 1947 nicht mehr so heftig geschneit hätte – herrschte in Dublin ein riesige Chaos. Die Buslinien fuhren nicht mehr und auf den Strassen ging auch nichts mehr. Kilometerlange Staus auf den Hauptverkehrs-Achsen verunmöglichten ein normales Vorankommen. Dank viel Glück (und vielen Euros) erreichten wir den Flughafen dennoch pünktlich – jedoch vergebens. Nach fünf Stunden Verspätung bzw. immer wieder herausschieben der Abflugzeit wurde unser Rückflug annuliiert. Nach einer weiteren Stunde in der Schlage für die Umbuchung wurde uns mitgeteilt, dass wir frühstens in zweieinhalb Tagen einen Rückflug nach Liverpool hätten. Die Begeisterung war natürlich riesig. Irgendwie und mit viel Glück (und wieder mit vielen Euros) schafften wir es, eine Fähre zu organisieren, die uns am nächsten Morgen von Dublin nach Liverpool mitnahm.
Doch zuerst hiess es am völlig überfüllten und chaotischen Flughafen von Dublin zu übernachten. Doch die Stimmung unter uns war ziemlich gut und entspannt. Auch weil Victor aus Schweden, mittlerweile ein guter Freund, Geburtstag um Mitternacht hatte. Leider war der Alkohol in den Flughafen-Shops entweder ausverkauft oder unbezahlbar. So gab es zum Anstossen nur einen Wein-Shot für jeden (5dl = 10 Euro); auch weil wir langsam auch kein Bares mehr hatten.
Am nächsten morgen, Tagwache war um 5.30 Uhr, waren wir alle völlig übermüdet und gerädert von der nicht speziell angenehmen Schlafstätte. Nach einer Taxifahrt durch ein vom Schnee eingedecktes und menschenleeres Dublin erreichten wir den Hafen und stiegen in die Fähre.
Acht Stunden dauerte die Fahrt von Dublin nach Liverpool. Genug Zeit um zu schlafen, lesen, reden, Karten zu spielen oder auf dem Deck das weite Meer zu geniessen. Da ich in den letzten 50 Stunden nicht mehr als fünf Stunden geschlafen hatte, war ich noch immer total übermüdet und schläfrig als wir in Birkinhead, Liverpool einliefen. Es war bereits dunkel und die Lichter von Liverpool, das ich zum ersten mal von dieser Seite aus sah, faszinierten mich total.
Konzept / Idee (Auszug)
Aus reiner Freude und nur für mich wollte ich einige Bilder von der Liverpooler Skyline machen. Doch da sich die Fähre noch immer leicht fuhr, wurden die Bilder bewegungsunscharf. Da kam ich auf die Idee, horizontale Lighttrails von den Lichtern zu versuchen. Solche hatte ich bei Rob Carter, Travelling Still gesehen, die mich inspiriert hatten. Da ich kein Stativ dabei hatte, setzte ich die Kamera (die G10 übrigens) auf die Reling und stellte die kleinste Blende und einen sehr lange Verschlusszeit ein. Nachdem ich den Auslöser gedrück hatte, drehte ich die Kamera von links nach rechts und wieder zurück. Immer und immer wieder. 
Eigentlich hatte ich bereits meine Bildserie für diesen Song zusammen. Doch schnell hatte ich irgenwie das Gefühl, die alte Idee und Bilder über Board zu werfen zu müssen (was für ein Metapher…haha). So versuchte ich, so viele Lighttrails wie noch möglich zu machen, um eine gute Auswahl an Bildern für die Serie zu haben.
Für mich passen die Bilder sehr gut zum Song “Day Tripper”. Schliesslich geht es im Song, gemäss John Lennon, nicht nur um Reise- und Tages-Trips, sondern auch um Drogen-Trips.
Beim Einlaufen in den Hafen war ich sowas von kaputt und müde, dass sich die Lichter beim betrachten der Skyline in die Länge zogen. Wie auf einem LSD-Trip Mitte der 60er Jahre (und auch wohl heute noch).
Schlussendlich schnitt ich die Bilder so, dass der unterste Lighttrail genau im unteren ersten Drittel des Bildes ist. Zudem schnitt ich die Bilder in ein breiters Format als normal – dies um die horizontalen Linien noch mehr zu betonen.
Schlussendlich gefallen mir die Bilder sehr. Dies mag subjektive Gründe haben: Einerseits weil sie vom Trip nach Dublin sind und mich somit an all diese vielen und verrücken Geschichten erinnern, die wir dort und unterwegs erlebt haben. Andererseits auch, weil sie Liverpool zeigen – die Stadt, in welche ich mich verliebt habe (und nun hier in der Schweiz immer noch stark vermisse).
Hier der Song “Day Tripper” von “The Beatles”:

Ach ja: Ich werde mir die Bilder auf Leinwand aufziehen lassen und aufhängen. Also falls jemand auch Interesse hat, sich die Liverpooler Skyline an die Wand zu hängen: einfach bei mir melden :)

TWIN-Wallpaper.

Das TWIN Magazin veröffentlicht regelmässig Wallpaper auf ihrem Blog.
Heute und diese Woche ist der superstylo Handdrag von David Ortlieb an der Reihe. Geschossen haben wir das Bild übrigens an Heiligabend 2009 – die Story dazu folgt später auf dem TWIN-Mag-Blog.
Das Bild war übrigens auch in der TWIN-Gallery in der letzten Ausgabe.

Also, HIER klicken und das Wallpaper herunterladen.

Photo series one: "Blue Autumn"

Heute starte ich mit der ersten Foto-Serie: “Blue Autumn”
Die Bilder zu dieser Serie basieren auf dem Song “Revolution” von “The Beatles”.
Konzept / Idee (Auszug)
Revolution bedeutet für mich eine Entwicklung, die sich gegen etwas richtet, das schon eine lange Zeit besteht. Das kann eine Entwicklung in der Gesellschaft sein, beispielsweise wie Personen sich verhalten, wie sie miteinander oder mit Werten umgehen. Auch in der Kust oder natürlich in der Natur kann eine engegengesetzte Bewegung zu entwas Bestehendem sich erreigen. Nur um einige Beispiele zu nennen.
Als ich die Bilder zu dieser Serie machte, war es Herbst in Liverpool, England. Neben meinem Zimmer im Studenten-Wohnheim stand ein grosser, alter und kräfiger Baum mit vielen roten und gelben Blätter. Doch in dieser Woche als ich fotografierte war es die ganze Zeit regnerisch, windig und kalt. Also überhaupt nicht das Wetter, um draussen den Spätherbst zu geniessen. Viel mehr um die melancholische Stimmung mit einer warme Tasse Tee aus dem Wohnzimmer, oder eben aus meinem Student-Zimmer, heraus zu geniessen.
Mein Konzept war diese zwei Stimmungen miteinander zu vermischen. Die wunderschönen warmen Töne der Blätter des Baumes mit der eher tristen, kalten, melancholischen und regnerischen Stimmung, die in dieser Woche herrschte. Denn wenn ich an Herbst denke, denke ich eigentlich an warme, einladende Farbtöne, anstatt an bläuliche.
Mein visuelles Ziel war es, die Bilder in der Nachproduktion in einen tiefen bläulichen Grundton einzufärben. Weiter wollte ich keine scharfe Bilder. Alle Bilder sollten verwackelt und unscharf sein, damit der inhaltliche Fokuss auf der Stimmung und nicht auf dem eigentlichen Bildinhalt liegt.
Ein Tag nachdem ich die Bilder vom Baum und seinen Blätter und Ästen geschossen hatte, wütete ein heftiger Sturm in Liverpool. Der Sturm war so stark, dass der Baum umknickte und auf die Studenten-Wohnanlage fiel. Einige Tage später wurde der Baum von Arbeitern mit Motorsägen in viele kleine Stücke geschnitten. Auch das ist für mich ein Revolution: Wohl ein ganzes Jahrhundert stämmte sich der Baum gegen jegliche Natur- und Menschengewalen, überlebte schwere Stürme und zwei Weltkriege. Aber an diesem Abend war der Wind stärker. Und er war weit und breit der einzige Baum, der umknickte.
Hier der Song “Revolution” von “The Beatles”:
Die zweite Serie “Dream Tripper” folgt morgen.

Zwölf Fotografien/vier Serien: Bilder und Konzepte innerhalb des Kurses "Digital Photography and Graphic Design for Print".

The Cavern Club: In keinem anderen Club spielten “The Beatles” so oft wie hier. Einer der wichtigsten Orte in der Band-Geschichte – und Pilgerstätte für Einheimische (ich) wie auch Touristen.
Dreieinhalb Monate habe ich in Liverpool, England, studiert. Die meisten von Euch dürften das irgendwie mitbekommen haben. Eines der vier Modulen, die ich dort besucht habe, war “Digital Photography and Graphic Design for Print”. Meine Prüfungsarbeiten möchte ich Euch gerne hier im Blog zeigen. Und zwar von morgen Mittwoch bis Samstag – vier Bilder bzw. eine Serie pro Tag.
In diesem Kurs mussten wir, basierend auf vier Songs der “The Beatles” (kommt man in Liverpool definitiv dran vorbei – aber ist auch gut so), zwölf abstrakte und/oder semi-abstrakte Fotografien abgeben. Und zwar je drei Bilder zu jedem der vier The Beatles Songs. Die Musik sollte uns und unsere Arbeit beeinflussen und leiten. Und zwar nicht nur die jeweiligen Texte, deren Bedeutungen und Interpretationen, sondern auch die eigentliche Musik.
Die Fotos mussten wir zusammen mit einem “Digital Notebook”, einer PowerPoint-Präsentation,  in welcher wir individuell andere Fotografen und Künstler bzw. deren Arbeitsweisen beschrieben, die uns in unserer Arbeit beeinflussten, abgeben. Ebenfalls im Digital Notebook musste wir unserer Konzepte und Fotografien hinsichlich Inhalt und Technik beschreiben. Die beiden Elemente, die zwölf Bilder und das “Digital Notebook” (meines war 91 Slides lang) ergaben die Endnote, die zurzeit noch aussteht.
Gerne möchte ich Euch nun meine zwölf finalen Bilder zeigen – zusammen mit Auzügen aus meinen Projekt- und Konzeptbeschreibungen. Beginnen werde ich morgen Mittwoch mit der erste Serie: “Blue Autumn”.
Über Rückmeldungen, Kritiken, Inputs, Fragen usw. freue ich mich übrigens sehr. Schliesslich war dies meine erste eigene ernsthafte Auseinandersetzung mit Kunstfotografie im Bereich abstrakter und semi-abstrakter Fotografie. Daher bin ich froh und dankbar, wenn ich auch Meinungen von anderen Personen hier höre. Je kritischer, desto besser.
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